Vor fast drei Jahren habe ich mein duales Studium bei KAD begonnen. Vor wenigen Tagen habe ich es erfolgreich abgeschlossen. Bevor ich dieses Kapitel wirklich schließe, will ich zurückblicken – auf meinen Alltag zwischen Hörsaal und Großveranstaltung, auf Projekte, die mir besonders in Erinnerung geblieben sind, und auf das, was ich in dieser Zeit über mich selbst gelernt habe.
Zwischen Hörsaal und Großveranstaltung
Rückblick auf drei Jahre duales Studium bei KAD

Drei Monate Theorie, drei Monate Praxis
Mein duales Studium lief im Drei-Monats-Rhythmus: erst Theoriephase an der Hochschule, dann Praxisphase bei KAD – und wieder von vorn. In der Theoriephase saß ich beispielsweise in Vorlesungen zu Projektmanagement, Veranstaltungsrecht, Messebau und Veranstaltungstechnik sowie Eventpsychologie und -design. Sobald die Praxisphase begann, tauschte ich Vorlesungsräume gegen das Büro und das Skript gegen Lagepläne und Regieanweisungen – und stellte dabei jedes Mal aufs Neue fest, wie viel leichter mir Gelerntes im Kopf blieb, sobald es kurz darauf zur tatsächlichen Anwendung kam.
In den vergangenen drei Jahren habe ich dabei Einblicke gewonnen in:
- die Organisation einer Veranstaltung – von der ersten Anfrage bis zur letzten Rechnung
- das Teilnehmermanagement in der Praxis
- die Durchführung direkt vor Ort
- die Nachbereitung, wenn der letzte Gast gegangen ist
Und das alles nicht in der Theorie, sondern praxisnah – mit allem, was dazugehört.
Genau das war für mich der größte Mehrwert im Vergleich zu einem klassischen Studium: Was ich in der Theoriephase gelernt hatte, durfte ich wenige Wochen später oft schon in einem echten Projekt anwenden.
Kein Tag wie der andere
Wie ein Arbeitstag als duale Studentin bei KAD aussehen kann, habe ich einmal selbst in einem Instagram-Story-Takeover gezeigt – gespeichert als Highlight auf unserem Profil. Wer reinschauen will - hier gehts zum STORY TAKEOVER.
Wie viel Abwechslung dabei wirklich dahintersteckt, zeigen ein paar Beispiele: Mal kam eine größere Gästezahl dazu, mal verschob sich eine Lieferung – und schon wurde aus dem ruhigen Schreibtischtag ein Tag, an dem ich spontan umdisponieren, telefonieren und Lösungen finden durfte.
Genau das mag ich an dieser Branche: Nicht der Kalender zählt, sondern wie kreativ und agil man auf Situationen reagieren kann.
Mal Angebote im Büro schreiben, mal bei Veranstaltungstechnikern am FOH auf einer Veranstaltung stehen – diese Mischung aus Büro und Vor-Ort-Realität hat mir am dualen Studium besonders gut gefallen.
Mittendrin statt nur dabei
Mitanpacken durfte ich von Anfang an, aber besonders in Erinnerung geblieben ist mir der Camlog-Kongress in der Motorworld Metzingen – eines meiner ersten großen Projekte. Dabei habe ich erlebt, wie viele Gewerke an einem einzigen Tag ineinandergreifen: Technik, Catering, Teilnehmermanagement, Sicherheit. Ich habe bei der Registrierung mitgeholfen – und habe dabei gelernt, wie viel eine gut durchdachte Organisation im Hintergrund bewirkt: Die Gäste haben von den Abläufen dahinter nichts mitbekommen – für sie wirkte am Ende einfach alles selbstverständlich.
Bei der Hornbach-Neueröffnung habe ich dann einen ganz anderen Moment erlebt, der mir bis heute im Kopf geblieben ist: Wir standen im fertig umgebauten Geschäft, noch bevor die erste Kundin oder der erste Kunde einen Fuß hineingesetzt hat.
Solche Momente sind es, die es mir schwer machen, ein einziges Lieblingsprojekt zu nennen. Jedes Event war anders, jeder Umbau hat seine eigene Geschichte geschrieben – und ich stand mittendrin statt am Rand. Besonders fasziniert hat mich dabei, wie sich ein Raum, manchmal sogar eine alte Lagerhalle, Schritt für Schritt füllt und dabei eine ganz eigene Atmosphäre entwickelt.
Der Salon: Mein eigenes Projekt in Kempten
Seit Anfang dieses Jahres habe ich ein Projekt begleitet, das mir besonders viel bedeutet hat: Der Salon, unsere Eventlocation in Kempten. Dort finden kleine Konzerte, Hochzeiten, Geburtstagsfeiern und Business-Events statt – und ich war von der ersten Anfrage bis zur Nachbereitung dabei.
Konkret hieß das:
- Anfragen bearbeiten und mit Kund:innen abstimmen
- Getränke bestellen
- Blumen bestellen und Sträuße binden
- einen Ballonbogen aufbauen
- teilweise die Durchführung und Nachbereitung übernehmen
Kein Tag glich dem anderen – und genau das hat Der Salon zu einem Projekt gemacht, an dem ich wirklich gewachsen bin.
Ob eine kurzfristige Planänderung, eine spontane Zusatzanfrage oder ein Detail, das sich erst vor Ort klärte – im Salon-Alltag war Flexibilität gefragt. Mit ein paar Telefonaten und der richtigen Portion Gelassenheit ließ sich fast immer eine Lösung finden – und genau solche Momente haben mir gezeigt, dass ich dort wirklich etwas bewirken konnte.
Teamgeist, Telefonate und die Sache mit der Eigeninitiative
Was ich in den vergangenen Jahren am meisten gelernt habe: In dieser Branche ist niemand Einzelkämpfer. Gerade bei Events ist es wichtig, dass alle an einem Strang ziehen und sich gegenseitig unterstützen. Es war einfach schön zu wissen, dass immer jemand da war, der mir Fragen beantwortet hat, wenn ich mal nicht weiterwusste.
Trotzdem braucht es Eigeninitiative. Wer wartet, bis jemand auf einen zukommt, verpasst in dieser Branche viel. Besonders das Telefonieren und die Kommunikation, die damit zusammenhängt, waren für mich anfangs eine Umstellung – am Ende wurden sie zur Routine, die mir locker von der Hand ging.
Solche Situationen gab es öfter – und das ist völlig in Ordnung: Kam ich mit einer Kundenanfrage nicht weiter, habe ich mir kurzerhand Unterstützung aus dem Team geholt. In wenigen Minuten war das Problem gelöst – wofür ich allein vielleicht eine Stunde gebraucht hätte. Genau das meine ich, wenn ich sage: Man muss nicht alles allein wissen – man muss nur wissen, wen man fragen kann.
Der Zusammenhalt im Team war für mich in der Zeit bei der KAD besonders wertvoll. Gerne blicke ich auf viele gemeinsame Errinnerungen zurück.
Gewachsen, nicht nur gelernt
Rückblickend schätze ich es sehr, wie viel Verantwortung ich von Anfang an übernehmen durfte – das ist keineswegs selbstverständlich. Diese Erfahrung hat mich verändert – beruflich wie privat: Ich gehe heute selbstbewusster auf Menschen zu als noch vor drei Jahren, plane auch privat strukturierter, spreche offener an, was mich beschäftigt.
Das Leben einer dualen Studentin in der Eventbranche ließ sich nicht in eine Schublade stecken. Mal war ich Ansprechpartnerin für Kund:innen, mal habe ich Blumensträuße gebunden, mal habe ich in einem leeren Raum gestanden und darauf gewartet, dass er sich füllt. Genau diese Vielseitigkeit ist es, die mich jeden Tag aufs Neue motiviert hat.
Meine Zeit als duale Studentin bei KAD ist jetzt vorbei – aber vielleicht steht dein Einstieg in die Eventbranche gerade erst bevor, egal ob über ein duales Studium, eine Ausbildung oder einen Quereinstieg. Wirf gerne einen Blick auf unsere Karriereseite.
Meinen Nachfolgern Manja & Timon wünsche ich für ihr duales Studium viel Erfolg, viele spannende Erfahrungen und unvergessliche Veranstaltungen bei der KAD!
Häufige Fragen
Eure häufigsten Fragen zum Thema – und unsere Antworten aus der Praxis.
Im Drei-Monats-Rhythmus: Eine Theoriephase an der Hochschule wechselt sich mit einer Praxisphase bei KAD ab. So fließt das, was man an der Hochschule lernt, direkt in echte Projekte ein.
Der Studiengang verbindet betriebswirtschaftliches Grundlagenwissen mit Fächern wie Veranstaltungsmanagement, Veranstaltungsmarketing, Dienstleistungsmanagement und Eventdesign. Nach drei Jahren im Drei-Monats-Rhythmus zwischen Hochschule und Praxisunternehmen schließt man mit einem Bachelor of Arts ab.
Ja. Ich habe Kundenanfragen bearbeitet, mich mit Kund:innen abgestimmt und Projekte wie Der Salon eigenständig von der Anfrage bis zur Nachbereitung begleitet.
Abwechslungsreich. Einblicke gibt unser Instagram-Highlight „Story Takeover“.
Sie laufen weiter – bei mir übernahm in dieser Zeit eine Kollegin im umgekehrten Rhythmus, mit der ich mich regelmäßig online abgestimmt habe.
Die Plätze für das duale Studium sind aktuell bereits vergeben. Du kannst aber gerne mit einem Praktikum bei uns reinschnuppern und dich zu einem späteren Zeitpunkt für einen Studienplatz bewerben. Alle Infos findest du auf unserer Karriereseite.
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