Manche Räume haben schon Charakter, bevor die erste Deko steht. Ich denke dabei an einen ganz bestimmten Ort. Die Zentralwerkstatt der Neuen Zeche Westerholt. Eine Halle, die sich auf den ersten Blick zunächst nur nüchtern zeigt: 6,76 Meter Deckenhöhe, nackter Beton und Kopfsteinpflaster, Stahlträger unter dem Dach.
Es riecht nach kaltem Metall und altem Staub, dazwischen etwas Feuchtes vom Regen der letzten Nacht. Es ist der Geruch echter Arbeit, nicht einer Kulisse. Den trägt das Gebäude seit über hundert Jahren in sich.
Die Zentralwerkstatt entstand 1908 als eines der ersten Gebäude der Schachtanlage Westerholt – hier kamen einst Schmiede, Schlosserei und Schreinerei zusammen. Die Wände tragen Farbe, Rost und Risse. Wir beschreiben diesen Ort als nicht geschniegelt, aber echt.
Seit diesem Jahr, dürfen wir Veranstaltungen auf der Neuen Zeche Westerholt betreuen. Wie es dazu kam und was diese Location so besonders macht, erzähle ich euch im Folgenden.
Fotos: © by Bente Meissner & André Chrost















