An einem Abend im Spätsommer 2024 stand die Wiese in Bolsterlang für ein Testevent zum ersten Mal im Einsatz – mit meinen Mitarbeitern, Kunden und Partnern aus der Region, die vorher, wenn überhaupt, nur Skizzen von der Location gesehen hatten.
So sah der Weg dorthin aus:
- Nachmittags: Aufbau des Stretchzelts, Möblierung mit Loungebereich, Feuerstelle und Bar.
- Früher Abend: Ankunft der Gäste, erste Getränke direkt vor dem Zelt.
- Abends: Foodtruck-Catering, lockere Gespräche zwischen Lounge und Feuerstelle, kein festes Programm, das die Runde zusammenhält.
- Später Abend: Die Gruppen, die sich an der Bar zufällig getroffen haben, sitzen am Ende gemeinsam am Feuer.
Besonders war für mich, wie schnell sich Gäste, die sich vorher nicht kannten, ins Gespräch gekommen sind. Niemand musste dazu aufgefordert werden. Der Ort hat die Arbeit übernommen, die sonst ein Moderator oder eine Icebreaker-Maßnahme übernehmen müsste.
Dass ein Ort mehr ist als Deko, Kulisse und Stimmung, weiß ich aus über 25 Jahren in der Veranstaltungsbranche. Dieser Abend hat es mir trotzdem noch einmal bestätigt: Der Ort ist eine der ersten Entscheidungen, die alles andere beeinflusst.
Was hier frei macht, ist nicht die Ausstattung. Es ist der Verzicht auf feste Vorgaben. Ein fester Saal diktiert die Sitzordnung, die Lautstärke, den Ablauf. Eine Wiese mit einem Zelt lässt offen, was daraus wird – und genau das macht sie zu einem so wandelbaren Werkzeug für Kommunikation.