Auf der Außenbühne der Zeche Ewald steht Dodzi Dougban und bringt die Menschen in Bewegung. Mit sichtbarer Energie leitet er einen Tanzworkshop – einer von vielen Programmpunkten beim Kulturfest der Lebenshilfe NRW. Dodzi ist gehörlos. Neben ihm übersetzt eine Gebärdensprachdolmetscherin jede seiner Anweisungen. Vor der Bühne tanzen Menschen jeden Alters und mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen. Manche folgen den Bewegungen, andere dem Rhythmus, wieder andere den Gebärden. Jede und jeder tanzt auf die eigene Weise – und doch entsteht etwas Gemeinsames. Für einen Moment spielt es keine Rolle, wer welche Unterstützung braucht. Niemand bleibt außen vor.
Genau solche Augenblicke zeigen, was Barrierefreiheit wirklich bedeutet. Sie ist weit mehr als eine Rampe oder ein Aufzug. Sie entsteht dort, wo die unterschiedlichsten Bedürfnisse gleichzeitig mitgedacht werden – selbstverständlich und gleichberechtigt. Denn Barrierefreiheit bedeutet nicht, eine einzelne Hürde zu beseitigen. Sie bedeutet, Räume zu schaffen, in denen alle Menschen teilhaben können.
Fotos: © by André Chrost & KAD












